Das PGN zu Besuch bei der Berufsbildung 2007 im Messezentrum Nürnberg
Die Berufsbildung 2007 ist eine Fachausstellung für Aus- und Weiterbildung. Sie zeigt in einem reichhaltigen Programm und unterschiedlichen Ausstellungen das berufliche Bildungssystem in seiner Vielfalt. Veranstaltet wird die Berufsbildung 2007 von der Bayerischen Staatsregierung unter Federführung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen. Eingeladen sind Schülerinnen und Schüler aller Schularten, Eltern, Bildungsfachleute wie Lehrer, Ausbilder, Personalfachleute, Referenten, sowie Fort- und Weiterbildungsinteressierte.
Die Themenschwerpunkte sind
Der Kongress findet alle 2 Jahre statt und in diesem Jahr wurden erstmals auch Gruppen von insgesamt drei Gymnasien eingeladen.
So besuchten der Leistungskurs Mathematik von Frau Schäfer aus der K12 und der Leistungskurs Physik von Herrn Gutsche aus der K13 zusammen mit Herrn Ramerth am 13. Dezember die Messe.
Als Vorbereitung auf unseren Messebesuch diente eine „kleine Hausaufgabe“. Wir mussten im Team drei Fragen bearbeiten und unsere Ergebnisse mittels einer Powerpointpräsentation vorab an das uns betreuende Messeteam schicken.
Die Themen waren:
Getroffen hat sich die gesamte Gruppe um ca. 8.40 Uhr vor der Messe. Dort wurden wir in mehrere Untergruppen eingeteilt. Viele Unternehmen aus den Branchen der Metall- und Elektroindustrie und zusätzlich Handwerksunternehmen waren zur gezielten und sachgerechten Beratung aller Interessenten anwesend. Unsere Arbeiten waren in der entsprechenden Messehalle auf Pinnwänden ausgestellt und teilweiße kommentiert. Überraschenderweise hatte sich jede der eingeladenen Schule in ihrer Ausarbeitung des regional ansässigen Konzerns „Siemens“ bedient. Deshalb wurde der Startschuss auch mit dem Interview von Herrn Möbus, einem bei Siemens ausgebildeten Kaufmann, gelegt. Die Moderatorin stellte ihm allgemeine, für uns alle interessante Fragen, wie z.B. nach den Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere bei Siemens bzw. allgemein in einem Unternehmen. Dazu zählen unter Anderem gute Noten sowie sprachliche und soziale Kompetenzen.
Im Anschluss an dieses Gespräch gingen wir in unsere Gruppen und bekamen noch zusätzliche Fragen mit auf den Weg, die wir auf unserem Rundgang den Unternehmensvertretern und anwesenden Studenten stellen sollten. Schwerpunkte waren Informationen über die einzelnen Unternehmen, ihre Produkte, Herstellungsverfahren, Kosten etc. sowie diverse Ausbildungsmöglichkeiten. Ich persönlich war zusammen mit drei anderen vom PGN und einigen Schülern anderer Schulen in der „Gruppe 8“. Wir gingen zuerst zu einem Stand, bei dem uns zwei Studenten einen Überblick über das duale Studium gaben. In einem dualen Studium arbeitet man einerseits bei einem renommierten Unternehmen, andererseits studiert man. Das duale Studium an sich und der Ablauf gestaltet der „Global Player“ mit einer Hochschule, meistens Fachhochschule. Beide Studenten (einer von Siemens und der andere von Brose) informierten uns allgemein, erzählten von ihren eigenen Erfahrungen und den Vor- und Nachteilen dieser Art einer akademischen Ausbildung.
Als Vorteile nannten sie eine sehr praxisnahe Ausbildung, der Student wird für die „eigentlichen“ Anforderungen vieler Unternehmen „maßgeschneidert“, erhält monatlich ein Gehalt zwischen 700€ - 1000€ und hat nach dem Abschluss eine sehr große Chance, dort auch angestellt zu werden, da es sich für die Unternehmen in der Regel nicht rentiert, eigens ausgebildete Akademiker zu verlieren. Leider hat man im Vergleich zu einem normalen Studium im dualen Studium nicht so viele Ferienzeit bzw. Urlaub im Jahr. Auch an den Ständen von Siemens, EADS und Audi wurden wir über das dualen Studium informiert. Wir konnten feststellen, dass die Gestaltung von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich ist und man sich bei Interesse an einem dualen Studiengang genauestens informieren sollte.
Beeindruckend war die Tätigkeit der Teilnehmer des „Step“ – Programms bei Audi. Studenten hatten an einem Wettbewerb als technische Betreuer mitgewirkt und durften einen Lamborghini auseinander- und wieder zusammenbauen. Zweck war es, eine Vorgehensweiße für die Werkstattmitarbeiter im Falle eines Problems zu entwickeln. Wir hatten zwischendurch auch Gelegenheit, uns selbst unabhängig von der Gruppe auf der Messe zu bewegen und trafen uns dann alle noch einmal bei einer Videokonferenz mit einem Firmenvertreter und zwei Studenten, bei der es noch einmal um das duale Studium ging. Zum Abschluss fasste jede Gruppe ihre eigenen Impressionen und gesammelten Informationen zusammen und präsentierte sie. Viele stellten das duale Studium vor, bis auf unsere Gruppe. Wir berichteten als die Einzigen von unseren eigenen Eindrücken und haben auch dargelegt, was genau auf der Messe uns gefallen hat und was nicht.
Schließlich bekam jeder ein Zertifikat. Einige bekamen einen 1-Gigabyte großen USB-Stick geschenkt, andere durften sich über den Bau eines kleinen Metallflugzeuges bei EADS freuen, wobei Erstere sicherlich die Glücklicheren waren.
Fazit: Ein wirklich informativer Tag; einige haben sogar bereits jetzt beschlossen, zukünftig ein duales Studium anzugehen.
Diren Toprak K12